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Bergbahnen



Saisonbilanz Schweiz - 2019/20


Mit dem Entscheid des Bundesrats, die Lage als ausserordentlich zu erklären und die Covid-19-Pandemie mit der Betriebsschliessung der Seilbahnen zu bekämpfen, wurde die Wintersaison 2019/20 am Abend des 13. März 2020 vorzeitig beendet. Die Saison kam auf ein Total von 20,2 Millionen Skier-days, was einem Rückgang von 19,0 % im Vergleich zur Vorsaison (24,9 Millionen) und von 11,4 % im Vergleich zum Fünfjahresmittel entspricht. Aufgrund einer sehr positiv verlaufenen ersten Saisonhälfte verzeichneten 27 Stationen insgesamt einen Anstieg der Frequentierung im Vergleich zum letzten Winter. Unabhängig von den Coronavirus- Beschränkungen konnte eine aussergewöhnlich hohe Anzahl von 34 Stationen aufgrund von Schneemangel ihren Betrieb nicht aufnehmen. Denn der Winter 2019/20 war der mildeste, der je von MeteoSchweiz aufgezeichnet worden war.


Der Winter 2019/20 war in zweierlei Hinsicht von aussergewöhnlichen Umständen geprägt. Zuerst sind rekordmässig milde Temperaturen verzeichnet worden, was einerseits dazu führte, dass eine ungewöhnlich hohe Anzahl von kleinen, tiefer gelegenen Stationen unter Schneemangel litten. Andererseits bewirkten sie, dass die grösseren Stationen, die Schnee bieten konnten und über sehr gute Skiverhältnisse verfügten, von Rekordbesucherzahlen profitieren konnten. Insgesamt startete die Saison somit sehr gut mit einer Steigerung bis Ende Januar von 9 % im Vergleich zur Vorsaison und von 20 % im Vergleich zum Mittel der vier vergangenen Winter. Ende Februar hatte die Saison immer noch einen Vorsprung von 1 % auf die Vorsaison und von 11 % auf den Durchschnitt der vier letzten Winter. Alles deutete trotz des milden Winters auf eine exzellente Saison und somit auf eine Weiterführung des Aufwärtstrends der vergangenen Jahre hin. Doch die verordneten Betriebsschliessungen aufgrund von Covid-19 machte dem einen Strich durch die Rechnung. Ende März verzeichneten die Seilbahnunternehmungen einen Rückgang von 14 % der Frequentierung im Vergleich zum Winter 2018/19 und 6 % im Vergleich zu den vier vorhergehenden Saisons. Ende April sanken die Zahlen 19 % respektive 12 % ins Minus, da mit Ausnahme der Zubringerbahnen




2019 Internationaler Bericht über Berg- und Schneetourismus



2019 International Report on Snow & Mountain Tourism - ein Übersicht über die wichtigsten Branchenkennzahlen der Skigebiete .  

Skifahren ist nicht tot! Die Wintersaison 2017/18 zeigt zum zweiten Mal in Folge einen globalen Trend nach oben. Auch wenn, wie üblich, einige Länder oder Regionen besser abgeschnitten haben als andere, ist dies nach drei Jahren des Rückgangs ein positives Zeichen. Obwohl die weltweite Skiindustrie vor Herausforderungen steht und die Zahl der Skifahrer in den westlichen Ländern tendenziell mehr oder weniger stagniert, wenn nicht gar abnimmt, bleibt die globale Performance auf hohem Niveau. Der Winter 2017/18 gilt weltweit als die viertbeste Skisaison des neuen Jahrtausends.


Daten & Fakten

  • Die weltweite Anzahl von Skifahrern 2017/18 beträgt +5% im Vergleich zu 2016/17, was wiederum +4% gegenüber 2015/16 entspricht.
  • In den meisten skandinavischen Ländern nehmen die Besuche von Skifahrern seit mehreren Jahren in Folge deutlich zu. Es ist die einzige Region in den westlichen Märkten, in der die aktuelle Präsenz viel besser ist als vor 10 Jahren.
  • Auch die südliche Hemisphäre entwickelte sich trotz relativ kleiner Volumina sehr gut und hatte ihre beste Saison aller Zeiten. Es sind nicht nur etwa +10% in der vergangenen Saison, sondern auch +25% im Vergleich zur Situation vor 10 Jahren.
  • Die Olympischen Winterspiele 2018 brachten in Südkorea keine positiven Impulse für die Skiindustrie und die Besucherzahlen in den Skigebieten gehen weiter zurück.
  • China ist heute weltweit die Nummer 3, was die Anzahl der nationalen Skifahrer betrifft, nach den Vereinigten Staaten und Deutschland. Mit der Perspektive der Winterspiele 2022 setzt sich das Wachstum der Skiindustrie fort.


Neuigkeiten & Trends

  • Begrenztes Wachstum in Osteuropa, Zentralasien und im Mittleren Osten; trotz Liftmodernisierungen in bestehenden Skigebieten und neu errichteten, hochmodernen Skigebieten konnte noch nicht überall ein deutliches Wachstum verzeichnet werden. An einigen Stellen entwickelte sich die Ski-Infrastruktur schneller als die Skikultur der lokalen Bevölkerung und die Zahl der ausländischen Besucher wurde möglicherweise überschätzt. In Verbindung mit einer teilweise konjunkturellen Abschwächung bedeutet dies auch, dass mehrere vielversprechende Projekte inzwischen in der Schwebe sind oder sich langsamer entwickeln als erwartet.
  • Russische Kunden haben ihre Reisen nach Europa für mehrere Saisonen eingeschränkt. Dies führte zu einem gewissen Inlandswachstum bei den Skifahrern und kam auch einigen Nachbarländern wie Georgien zugute. Auch wenn sich das Wachstum der Besucherzahlen in russischen Skigebieten verlangsamt hat, nachdem die Stimulation durch die Olympischen Winterspiele in Sotschi vorbei war, ist das Entwicklungspotenzial noch nicht erschöpft.
  • Die Konsolidierung der Branche geht in den Vereinigten Staaten weiter, wobei viele Resorts in den Kreis der Vail Resorts und der Alterra Mountain Company eingetreten sind. Saisonkarten mit mehreren Resorts erhöhen auch die Teilnehmerzahl und die Beliebtheit. Außerdem steigen die Preise für Lifttickets in den USA weiter an, wobei sich der durchschnittliche Tagespreis innerhalb von 12 Jahren verdoppelt hat und 122 US-Dollar erreicht.


Ausblick

  • Positive Zukunftsaussichten in Skandinavien, unterstützt durch die Eröffnung eines Flughafens, der den Zugang zu mehreren großen Skigebieten erleichtert.
  • Ansonsten bieten der hohe Wettbewerb um Skifahrer in Verbindung mit der Demographie und der Stagnation der Mittelschicht auf den Westmärkten im Allgemeinen keine wesentlichen Entwicklungsperspektiven.
  • Kontinuierliche Entwicklung in China, mit jährlich neuen Skigebieten und Skihallen.
  • Die Inlandsmärkte Zentralasiens und des Nahen Ostens sind noch nicht bereit, die Entwicklung größerer Skigebiete zu unterstützen.
  • Es bleibt zu hoffen, dass Japan und Korea Wege finden werden, um den Rückgang der Besucherzahlen zu stoppen.

Deutsche Uebersetzung dank www.seilbahnen.net